Hohes Aufkommen an Grünschnitt in der Gartensaison

Pünktlich zum Frühlingsanfang beginnt bei vielen Hobby- und Landschaftsgärtnern wieder die Gartensaison – es wird gebuddelt, geschnitten und gemäht. Dabei entstehen große Mengen an Gartenabfall und Grünschnitt.

Wohin aber mit den Ästen, Blättern oder dem abgemähten Rasen?
Zum so genannten Grünschnitt zählt fast jegliche organische Abfallart, welche in Gärten, Parkanlagen oder bei Baum- und Rasenschnitten anfällt.
Die korrekte Entsorgung des Abfalls ist Aufgabe jedes Gartenbesitzers. Hier stehen verschiedene Möglichkeiten, wie die eigene Kompostierung im Garten oder das Entsorgen über die Biotonne, zur Verfügung.

Tipp: Bei Wurzeln und Stämmen darf eine Maximalgröße von 10 bis 20 cm Durchmesser nicht überschritten werden. Andernfalls zählt der Abfall zum Altholz und muss separat zu den restlichen Gartenabfällen entsorgt werden. Die Entsorgung von Altholz ist häufig teurer als die von Grünschnitt. Daher empfehlen wir, große Äste, Wurzeln und Stämme zu kürzen oder zu spalten, damit sie problemlos als Grünschnitt entsorgt werden können.

Illegale Entsorgung von Grünschnitt

Wer keine Möglichkeit hat seine Grünschnittabfälle auf dem eignen Grundstück zu entsorgen, ist laut Kreislaufwirtschaftsgesetz dazu verpflichtet seine Gartenabfälle zu Kompostieranlagen oder Grünschnittcontainern zu bringen. Wer seinen Grünschnitt im Wald, in Grünanalgen oder auf ähnlichen Flächen entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit hohem Bußgeld bestraft werden kann.

Jährlich in der Gartensaison häufen sich in vielen Städten und Gemeinden Beschwerden über illegal entsorgte Gartenabfälle an Wald- und Wegrändern, in Parkanlagen oder Friedhöfen. Dabei fallen verstärkt große Mengen an Rasen- und Heckenschnitt, Unkraut, abgestorbenen Pflanzen und Laub an.

Container bestellen als bequeme Alternative

Gerade für große Gärten oder Projekte von Landschaftsgärtnern bietet sich eine weitere Lösung zur Grünschnittentsorgung an. Bei regionalen Entsorgern können Sie ganz bequem unterschiedlich große Container für verschiedene Abfallarten bestellen und direkt an Ihr Grundstück liefern lassen. So sparen Sie sich lästige Fahrten zur nächstgelegen Kompostieranlage oder einem Grünschnittcontainer und können ihr Fahrzeug vor unnötigen Verschmutzungen oder Kratzern schützen.

Containerbestellung24 ist genau die richtige Anlaufstelle für eine einfache und schnelle Bestellung von Containern. Durch Eingeben Ihrer Postleitzahl gelangen Sie schnell zum Shop des Entsorgers in Ihrer Region und können aus einer Vielzahl von angebotenen Containergrößen und Abfallarten den passenden Container für Sie auswählen.

Sperrmüll kann auch von privaten Entsorgern gesammelt werden

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 23.02.2018 entschieden, dass Sperrmüll nicht dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger überlassen werden muss, sondern auch durch gewerbliche Entsorgungsunternehmen gesammelt werden kann. Das Verwaltungsgericht hat damit die Rechtslage bestätigt, dass die Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern nur für gemischte Abfälle aus privaten Haushalten (Schwarze bzw. Grau Tonne) besteht, wozu Sperrmüll nicht gehört.

Hintergrund der Bundesverwaltungsgericht-Entscheidung

Der beklagte Ennepe-Ruhr-Kreis in NRW hatte der Klägerin, einem privatrechtlichen Unternehmen der Abfallwirtschaft, das Sammeln von Altmetallen, Papier, Bauschutt, Grünabfällen und sonstigen gemischten Abfällen untersagt. Die Begründung dafür war, dass sonstige gemischte Abfälle der ausnahmslosen Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern unterläge.

Das Verwaltungsgericht wies die dagegen gerichtete Klage ab. Auf die Berufungen der Klägerin änderte das Oberverwaltungsgericht die Urteile und hob die Untersagung der Sammlung von Altmetall, Altpapier und Grünabfällen auf. Der gewerblichen Sammlung dieser Abfallfraktionen stünden insoweit keine überwiegend öffentlichen Interessen entgegen.

Was bedeutet der Beschluss für gewerbliche Entsorger?

Privatrechtliche Entsorgungsunternehmen dürften den Gerichtsbeschluss begrüßen, da somit nun die Chance geboten ist, „auf dem Gebiet der Sperrmüllentsorgung verstärkt Aktivitäten zu entwickeln“ (so Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse).
Die Sammlung von Sperrmüll kann also künftig aktiv beworben werden und auch private Haushalte können sich beim Thema Sperrmüll direkt an einen Entsorger in Ihrer Region wenden.

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Sind Sie ein Containerdienst oder zertifizierter Entsorger?

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Aufbewahrungsfristen 2017: Was darf vernichtet werden?

Darf ich die Eröffnungsbilanz endlich entsorgen? Muss ich den Handelsbrief noch aufbewahren? Wie sind die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen? Unternehmen, Steuerberater, Ärzte oder Notare stellen sich diese Frage regelmäßig zum Ende des Jahres.

Einen umfassenden Überblick über die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen von Unterlagen, nach der Abgabenordnung § 147 und dem HGB § 257 und § 238, haben wir Ihnen auf unserem Internetportal www.online-aktenvernichtung.de zusammengestellt.

Und wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass Sie Ihre Akten vernichten dürfen, finden Sie hier gleich auch die perfekte Lösung. Auf unserem Portal können Sie einfach Ihre Postleitzahl eintragen und den in Ihrer Region zuständigen Aktenvernichtung-Dienstleister finden.

Abfallentsorgung mit Hilfe eines Containers

Abfallentsorgung mittels Container

Oft weiß man nicht, welche Containerart und -größe man wählen soll, wenn zum Beispiel Abfall aus einer Entrümpelung, Haushaltsauflösung oder einem Umzug anfällt. Entweder man bestellt einen zu kleinen Container und bleibt auf einem Teil des Abfalls sitzen, oder man bestellt einen zu großen und bezahlt am Ende mehr, als man hätte ausgeben müssen. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Containerarten und -größen und welcher am besten für einen bestimmten Anlass geeignet ist. Außerdem versuchen wir dem Phänomen „Kubikmeter“ auf den Grund zu gehen und wie man das richtige Volumen für seinen Anlass herausfindet.

Container für …?

Die gängigsten Anlässe für die Mietung eines Containers sind wohl Entrümpelung, Renovierung, Haushaltsauflösung, Polterabend, Grünschnitt (Gartenarbeit), oder Bauschutt von Baustellen. Bis auf Sondermüll oder flüssige Abfälle lässt sich fast alles mit einem Abfallcontainer entsorgen. Unter Sondermüll / flüssige Abfälle fallen z.B. Batterien, Öle, Lacke, Farben. Diese Stoffe sollten an den dafür vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden. Zu den Abfallarten, die auf jeden Fall in einen Container dürfen zählen unter anderem Altholz, Altpapier, Baumischabfall, Bauschutt, Dach- und Teerpappe, Erdaushub, Gartenabfälle, Gipsabfall, Poltergut, Sperrmüll u.v.m.

Tipp: Es lohnt sich, die Abfälle vorab zu sortieren und mit nur einer Abfallart den Container zu befüllen. Das spart nämlich Kosten! Denn die gemischten Container, die die Entsorgungsunternehmen als „Baumischabfall“ oder „Sperrmüllcontainer“ entsorgen, werden anschließend noch sortiert und das macht die gemischten Container meist teurer.

Containerarten und -größen

Mobile Container zur Entsorgung sind flexibel einsetzbare Behälter, die Abfälle aufnehmen und anschließend zum Abtransport in Bewegung versetzen. Container unterscheiden sich allgemein in Bauform, Verwendungszweck und Größe. Die gängigsten Container zur Abfallentsorgung sind Absetz- und Abroll-Container.

Absetzcontainer

Absetzcontainer gibt es in den Größen 1-10 Kubikmeter. Sie werden mit Hilfe von Hakenliftfahrzeugen an Ort und Stelle abgesetzt und auch wieder abtransportiert. Sie werden häufig auch als „Mulden“ bezeichnet. Vorteile von Absetzmulden: sie sind im Falle kleinerer Stellflächen besonders praktische Entsorgungsbehälter. Im Gegensatz zu Abrollbehältern werden sie von den Hakenliftfahrzeugen über Hindernisse wie Hecken oder Mauern gehoben und genau da abgesetzt, wo der Kunde sie haben möchte.

  • Kleine Absetzcontainer haben ein Fassungsvermögen zwischen 2 und 4 Kubikmetern.
  • Kleine Absetzcontainer mit Deckel sind abschließbar, was von Vorteil ist, wenn man z.B. bei der Containeraufstellung im öffentlichen Raum die Befüllung durch Fremde verhindern möchte.
  • Container mittlerer Größe haben ein Fassungsvermögen von ca. 5 Kubikmetern und sind besonders vielseitig einsetzbar. Die mittleren Container gibt es ebenso wie die kleinen auch mit Deckel.
  • Der „Standard-Container“ ist der Absatzcontainer mit einem Fassungsvermögen von 7 Kubikmetern. Dieser Container eignet sich optimal für die Entrümpelung der Garage, des Dachbodens oder des Kellers. Diesen gibt es auch mit einer Klappe. Um Abfälle mit einer Schubkarre auszuladen sind Container mit Klappe/Tür die beste Lösung.
  • Der große Absetzcontainer mit 10 Kubikmetern ist der größte lieferbare Container dieser Art. Er ist optimal geeignet für große Mengen leichten Gartenabfall oder für kleinere Wohnungsentrümpelungen. Auch diesen gibt es, wenn gewünscht mit Deckel.

Abrollcontainer

Ab einem Fassungsvermögen von 11 Kubikmetern werden Container mit Rollen eingesetzt. Die so genannten Abrollcontainer können große Mengen auch schwerer Abfälle aufnehmen und transportieren. Sie sind als Container für Gewerbeabfall oder für Baumischabfälle weit verbreitet, sind aber auch im privaten Bereich hilfreiche „Müllschlucker“. Durch die meist rechtwinklige Bauform bieten sie viel Volumen an und sind mit ihren abgeschrägten Seiten dennoch kompakt in der Abmessung.

  • Mit 11-14 Kubikmeter ist der Flachcontainer der kleinste Abrollcontainer. Er hat i.d.R. zwei Türen, so dass der Container fast ebenerdig mit der Schubkarre beladen werden kann.
  • Den Abrollcontainer mit 15 Kubikmetern mit der „typisch rechteckigen Containerform“ gibt es mit oder ohne Deckel.
  • Ein mittelgroßer Abrollcontainer fasst ca. 25 Kubikmeter – vor allem auch schwere Abfallstoffe. Dieser Container wird standardgemäß für Schutt- und Mischabfälle oder als Container für Erdbauarbeiten gemietet.
  • Der große Abrollcontainer mit bis zu 40 Kubikmetern Fassungsvermögen ist der größte seiner Art. Geeignet ist dieser für große oder sogar komplette Wohnungsauflösungen.

Andere Containerarten

Mini-Container, oder auch „City-Container“ genannt, sind die kleinsten Container für die Entsorgung von Abfall. Insbesondere, wenn z.B. kleinere Mengen bestimmter Abfallarten in getrennten Behältern entsorgt werden sollen, sind die Mini-Container die perfekte Lösung. Sie sind besonders für extrem enge Baustellen geeignet, denn sie können problemlos in z.B. kleine Vorgärten geladen werden. Man kann sie ab einer Größe von 1 bis 3 Kubikmeter mieten. Die Mini-Container bieten hinsichtlich ihrer Mobilität und Wenigkeit Vorteile, die nur von den so genannten Bigbags überboten werden können.

BigBags sind wiederverwertbare Containersäcke. Die leichten Säcke aus stabilem Kunststoffgewebe eignen sich auch für die Entsorgung von schweren Schuttabfällen. Sie werden nach dem Befüllen vom Bigbag-Kranfahrzeug abgeholt und zum Umladen an den angenähten Schlaufen angehoben. Für kleine Entsorgungen mit sehr wenig Stellfläche sind die Bigbags perfekt. Ihr Fassungsvermögen beträgt ca. 1 Kubikmeter

Container Volumen richtig wählen

Das richtig gewählte Container Volumen ist entscheidend für eine reibungslose Abfallentsorgung. Die Maßeinheit für die Größe der Container sind Kubikmeter. Angegeben wird das Container Volumen meist mit den Abkürzungen cbm oder m³.

Zur Ermittlung der Kubikmeter benötigt man drei Angaben: Länge x Breite x Höhe. Doch wie wende ich das auf (z.B.) den gesammelten Sperrmüll an? Am besten sammelt man den Sperrmüll an einer Stelle und versucht, die Länge, Breite und Höhe so gut es geht abzumessen. Wenn die Abmessung beispielsweise 2m x 2m x 2m beträgt, so sind es dann insgesamt 8 Kubikmeter. Am einfachsten ist es, wenn man sich gedanklich eine Art Kasten um den „Sperrmüll-Stapel“ denkt und diesen dann versucht so präzise wie möglich abzumessen.

Da die Abmessung meist nur geschätzt werden kann, ist es ratsam, lieber einen Kubikmeter mehr zu bestellen, damit man nicht auf dem Abfall sitzen bleibt und bequem alles in einem Container unterkriegt.

Vorteile einer Abfallentsorgung mit Hilfe eines Containers

Wenn man einmal hinter das „Gewirr“ aus Containerarten- und größen, Abfallarten und dem richtigen Volumen gestiegen ist, werden die Vorteile eines Containers sichtbar. Der Container wird vom jeweiligen Entsorgungsbetrieb abgestellt und wenn er beladen ist wieder abgeholt. Außerdem kümmern sie sich um die fachgerechte Entsorgung der Abfälle. Somit wird schnellstmöglich und umweltgerecht entsorgt. Außerdem spart man in vielerlei Hinsicht: man spart den Platz für die Lagerung der Abfälle, die Zeit für den eigenständigen Transport und die Gebühren, die für die Annahme von Abfällen entstehen.

Quellen

Abfallscout.de / Containerbestellung24

 

Pflicht von Getrennthaltung und Dokumentation bei Bau- und Abbruchabfällen

Spezielle Pflichten zur Getrennthaltung und Dokumentation auf Baustellen

In dem Beitrag „Neuordnung der Gewerbeabfallverordnung ab 01. August 2017“ wurde bereits detailliert auf die Gewerbeabfallverordnung (kurz: GewAbfV) eingegangen. In diesem Beitrag geht es speziell um die Getrennthaltungs- und Dokumentationspflicht bei Bau- und Abbruchabfällen.

Die Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) und ihre Anlage

Die Vorgaben in der GewAbfV zu Bau- und Abbruchabfällen gelten beim Anfall von bestimmten Abfallarten gemäß Kapitel 17 der Anlage zur Abfallverzeichnisverordnung. Die „Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis“ (kurz: AVV) dient zur Bezeichnung von Abfällen und der Einstufung von Abfällen nach ihrer Überwachungsbedürftigkeit. Sie besteht aus insgesamt drei Paragraphen und der Anlage „Abfallverzeichnis“. § 1 regelt den Anwendungsbereich. § 2 beschreibt die Bezeichnung durch Zuweisung eines Abfalls zu einer bestimmten Abfallart. In § 3 werden die Gefährlichkeitskriterien benannt und beschrieben sowie Abfälle hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit eingestuft. Die sogenannte „Abfall-Liste“ der Anlage umfasst 232 Abfallarten. Die Bau- und Abbruchabfälle sind in 47 „Kategorien“ unterteilt. Die Abfallbezeichnungen sind in insgesamt 9 Kategorien aufgeteilt, welche jeweils noch mit Unterkategorien bestückt sind. Den detaillierten Anhang können sie sich hier im Kapitel 17 genauer anschauen.

Getrennthaltungspflicht bei Bau- und Abbruchabfällen

Als vorrangige Pflicht schreibt die GewAbfV auch bei den Bau- und Abbruchabfällen eine möglichst umfassende Getrennthaltung der Abfälle an der Anfallstelle, also der Baustelle, vor. Wie bisher sind laut § 8 Abs. 1 GewAbfV folgende Materialien zu trennen: Glas, Kunststoffe, Metalle, Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik. Neu gilt dies allerdings jetzt auch Holz, Dämmmaterial und Baustoffe auf Gipsbasis.

Wie bereits im Beitrag „Neuordnung der Gewerbeabfallverordnung ab 01. August 2017“ beschrieben, entfällt diese Pflicht, soweit die getrennte Sammlung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Entsprechend ist anhand des voraussichtlichen Mengenanfalls, der Qualität der Abfälle und der zur Verfügung stehenden Behältersysteme auf jeder Baustelle zu entscheiden, für welche Materialien welche Behältertypen am besten genutzt werden.

Dokumentationspflicht bei Bau- und Abbruchabfällen

Die Dokumentationspflichten nach Abs. 3 treffen den Abfallerzeuger und -besitzer für jede Baustelle, bei der das Volumen der insgesamt anfallenden Abfälle zehn Kubikmeter überschreitet. Bei der Berechnung der zehn Kubikmeter sind alle Abfälle aller Gewerke auf einer Baustelle zusammenzurechnen. Alles unter zehn Kubikmeter fällt unter die so genannte „Bagatellgrenze“, welche im § 8 Abs. 1 Satz 1bis 3 GewAbfV niedergeschrieben ist. Zu beachten ist hier, dass die Bagatellgrenze ausschließlich für die Dokumentationspflicht gilt, die Pflicht zur Getrennthaltung nach Abs. 1 bleibt bestehen.

Pflicht zur Vorbehandlung oder Aufbereitung von Gemischen

Die entsprechenden Abfälle können in Ausnahmefällen (wegen technischer Unmöglichkeit oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit) als Gemisch erfasst werden, müssen dann allerdings einer Vorbehandlungs- oder Aufbereitungsanlage zugeführt werden (§ 9 Abs. 1 GewAbfV). In diesem Gemisch dürfen allerdings auch weiterhin keine der nachfolgenden Fraktionen enthalten sein:

  • Glas
  • Dämmmaterial
  • Bitumengemische
  • Gips-Basis

Laut dem Verordnungstext sind überwiegend rohstoffreiche Gemische einer Vorbehandlungsanlage und überwiegend mineralische Gemische einer Aufbereitungsanlage zuzuführen. Im § 9 Abs. 3 gibt es einen eigenen Regelungsinhalt für bereits gemischt anfallende Bau- und Abbruchabfälle (z.B. Altfenster bestehend aus Kunststoff und Glas oder Verbundbaustoffe aus verschiedenen Materialien). Aber auch für diese Materialien schreibt die Verordnung eine Zuführung zu Vorbehandlungs- bzw. Aufbereitungsanlagen vor.

Allerdings entfällt auch die Pflicht zur Vorbehandlung oder Aufbereitung, wenn die Erfüllung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Denkbar wäre hier eine technische Unmöglichkeit bei der Vorbehandlung von Verbundbaustoffen, deren Bestandteile in einer Vorbehandlungsanlage nicht getrennt werden können.

Fazit

Auch die Bau- und Abbruchabfälle kommen nicht um die Vorlagen der GewAbfV herum. Ebenfalls sind hier Abfallerzeuger und Abfallbesitzer die Verpflichteten. Es ist zu empfehlen, dass zunächst im Rahmen einer vertraglichen Regelung geklärt wird, wer überhaupt der Abfallerzeuger ist. Oft ist nämlich gerade auf Baustellen unklar, wer für den Abfall verantwortlich ist. Es kann eine Menge Zeit und Geld gespart werden, wenn von Anfang an klargestellt ist, wer die Dokumentationspflicht erfüllen muss.

Quellen: IHK Karlsruhe, ENH Entsorgungsverband, BDE